Weisz’sches Freihaus

Das Weisz"sche Freihaus stammt in der heutigen Form aus der 2. Hälfte des 16. Jht. und stand im Zusammenhang mit der Herrschaft Würting. Sein Name leitet sich von seinen damaligen Besitzer Christoph Weiß her, der den weitgehenden Umbau in die heutige Form veranlasste. Nach sein Besitzer in den Adelsstand erhoben worden war, erlangte das Haus den Status eines Freihauses. Dies bedeutet die Herauslösung aus dem Stadtrecht vergleichbar mit einer Botschaft. Der Bau wurde im Laufe der Jahrhunderte als repräsentatives Wohn- und Geschäftshaus, als Bürgerschule, Bundespolizeidirektion und zuletzt als Passage genutzt.

Als Vorbild für den Renaissancebau mit Diamantquaderung dienten italienische Vorbilder (Palazzo dei Diamanti in Ferrara). Da die Granitsteine nur schwer zu bearbeiten waren und der Einsatz damit sehr teuer kam, ist diese Form der Renaissancefassade sehr selten. Aus diesem Grund sind neben dem Erdgeschoss auch nur die Fenstergewände und die Begrenzungen der einzelnen Stockwerke mit Granitquadern ausgelegt. Nach oben wird die Fassade von einem geschwungenen Giebel abgeschlossen. Untypisch für Renaissance ist die Asymmetrie des Gebäudes insbesonders der Fensterachsen, die auf einen Zusammenbau zweier Vorgängerbauten zurückzuführen ist.

Quelle: Tourismusführer Wels (Mag. Michael Kitzmantel, 2003)

Stadtplatz 39, 4600 Wels

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