Schloss Etzelsdorf

Schloss Etzelsdorf liegt am westlichen Ortsrand von Pichl. Erste Aufzeichnungen über das Schloss reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Der heutige Renaissancebau stammt aus dem 17. Jahrhundert. An der Südseite eines ausladenden Hofes steht das zweistöckige Hauptgebäude, flankiert von niedrigen Nebengebäuden. Zur Liegenschaft gehören auch eine Schlosskapelle und mehrere Teiche.

Erst seit relativ kurzer Zeit präsentiert sich das Schloss in so gutem baulichen Zustand. Die heutigen Besitzer haben es nach dem Kauf im Jahr 1970 sehr liebevoll restauriert. Durch viele Jahrhunderte war Etzelsdorf Sitz adeliger Familien, bis es nach dem Tod der letzten adeligen Besitzerin 1929 in bürgerliche Hände kam. Anna von Unkhrechtsberg hatte den gesamten Besitz ihrer langjährigen Köchin und treuen Helferin Josefa Pühringer testamentarisch vermacht. Da Josefa bereits 60 Jahre alt wurde, gab sie das Schloss an ihre Tochter Maria weiter, die plötzlich Schlossfrau war und zahlreiche Heiratskandidaten anzog.

Der künftige Schlossherr sollte aber wohlhabend sein, da das Schloss schon ziemlich renovierungsbedürftig war. Über Vermittlung eines Gasthausbesitzers kam es schließlich zur Ehe der Schlossfrau mit dem Bauernsohn Ignaz Nöbauer, der in dieser Zeit einen großen Treffer in der Klassenlotterie machte. Die Ehe blieb kinderlos. Nach dem Tod der beiden wurde das Schloss 1966 auf 13 Erben aufgeteilt.

Von 1944 bis 1946 war durch die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt im Schloss ein Fremdvölkisches Kinderheim eingerichtet. Eine Gedenktafel bei der Pfarrkirche erinnert heute an die "Kinder von Etzelsdorf".

Fotos: Josef Neumayr, de.wikipedia.org (Nov. 2011)

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